Willkommen

Dies ist die Internetseite der Georg-Friedrich-Einicke-Gesellschaft. 

Die Gesellschaft wurde am 19. Februar 2013 in Göttingen gegründet.

Neben den großen und bekannten Komponisten haben auch heute weitgehend vergessene oder übersehene Komponisten mit ihrem Œvre zum kulturellen Erbe beigetragen. Diese Werke wieder ans Licht zu holen kann auch das heutige Musikleben bereichern. In der Göttinger Staats- und Universitätsbibliothek ist ein umfangreicher Bestand an Kantaten mitteldeutscher Kleinmeister des 18. Jahrhunderts vorhanden. Diesen und andere Schätze zu heben und bekannt zu machen, ist eine lohnende Aufgabe. Dieses zu befördern soll Aufgabe der Georg-Friedrich-Einicke-Gesellschaft, Göttingen sein. Der Bach-Schüler Georg Friedrich Einicke lebte 1710–1770 und war unter anderem Kantor in Nordhausen.

Aktive Mitglieder verpflichten sich, einmal jährlich an einer Aufführung mitzuwirken, die von der Georg-Friedrich-Einicke-Gesellschaft betrieben wird. Passive Mitglieder unterstützen mit ihrem finanziellen Beitrag die Zwecke der Georg-Friedrich-Einicke-Gesellschaft.

 

2020: Matthäuspassion von Johann Cyriakus Kieling

Nachdem die Georg-Friedrich-Einicke-Gesellschaft bereits 2017 eine Kantate und 2016 eine Messe von Johann Cyriakus Kieling ediert und aufgeführt hat, wird im Jahr 2020 mit der Matthäuspassion dieses Komponisten ein großes, abendfüllendes Werk in drei Konzerten aufgeführt

am 27. März um 19.00 Uhr in der St. Albanikirche in Göttingen,
am 28. März um 18.00 Uhr in der St. Mauritiuskirche in Hardegsen und
am 29. März um 16.00 Uhr in der St. Martinikirche in Stolberg am Harz im Rahmen des 30jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft Stolberg am Harz mit Hardegsen.

Johann Cyriakus Kieling (1670 - 1727) wurde in Bennungen geboren und war dort als Kantor tätig, bevor er über eine Station in Brücken 1701 das Kantorat in Stolberg/Harz übernahm. Dort verlieh man ihm 1712 den Titel "Hofkapellmeister". Seine Motetten und Kantaten stehen musikgeschichtlich an der Schwelle zur damals neuen sogenannten "madrigalischen Kantate", die für die Kirchenmusik des 18. Jahrhunderts prägend werden sollte. Sein umfangreichstes überliefertes Werk ist eine Matthäuspassion, die in der sogenannten "Sammlung Bösenrode" in der Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB) überliefert ist.

Die Besetzung dieser Passio Salvatoris nostri Jesu Christi secundum Evangelistam Mattheum mit Solisten, Chor-Soliloquenten, vierstimmigem Chor sowie fünfstimmigem Streichensemble und Basso Continuo unterscheidet sich zwar erheblich von den späteren monumentalen Passionen J.S. Bachs, in ihrer musikalischen Anlage mit Chören, Chorälen, Rezitativen und kommentierenden Arien kann Kielings Passion allerdings durchaus als eng verwandt gelten. Insbesondere das Spannungsverhältnis von vergleichsweise reduzierter Besetzung bei zugleich umfangreicher kompositorischer Anlage macht diese Passion zu einem historisch wie musikalisch ernst zu nehmenden Werk und zu einem hochinteressanten Beitrag im großen Gesamtbild der Musikgeschichte des Mitteldeutschen Raums.

Ausführende der Konzerte sind neben dem Chor der Georg-Friedrich-Einicke-Gesellschaft das Göttinger Barockorchester und das Ensemble La Protezione della Musica; Solisten sind Jeroen Finke (Tenor; Evangelist) und Jürgen Orelly (Bass; Jesusworte).
Die musikalische Leitung hat Andreas Jedamzik.

 

Wir bedanken uns bei den Förderern und Sponsoren, die diese Aufführungen ermöglichen:

Die Edition des Notenmaterials wird von der Susanne und Gerd Litfin Stiftung, Göttingen, gefördert.

Logo Litfin Stiftung

Für die Aufführung in Göttingen wird das Göttinger Barockorchester von der Göttinger Kulturstiftung gefördert.

 Logo Göttinger Kulturstiftung

 

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